Plötzlich ist September

Veröffentlicht von hmichel777 am

Anfang des Jahres hatte ich mir noch vorgenommen mehr zu bloggen. Eben stelle ich fest, dass der letzte Eintrag im April war und wir plötzlich schon September haben. Also fasse ich jetzt mal eben 5 Monate zusammen.

Anfang Mai machte ich einen Ausflug in den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so prall, so dass ich mich auf ein paar Geocaches entlang der Straße beschränkte. Ein kleines Highlight in einer Klosterruine war dabei.

Im Juni wanderte ich entlang der Landesgrenze von Hessen und NRW und besuchte wieder eine Kirchenruine. Die Wanderung führte mich über mehrere Kilometer entlang der Grenze abseits der belebteren Wege und so traf ich über viele Stunden keinen einzigen Menschen.

Anfang Juli drehte ich eine kleine Runde im Knüll um den Ort Salzberg. Die Runde war so unspektakulär, dass es nicht einmal Fotos davon gibt. Weil wir den Sommerurlaub zu Hause verbracht haben, unternahmen wir kleinere Ausflüge in die Umgebung, z. B. zum Haus auf der Grenze/Point Alpha und Ende Juli besuchte ich mit Mika das Grenzmuseum Schifflersgrund. Wir besuchten Bad Sooden-Allendorf und Wanfried, fuhren entlang der Werra und bis ins Eichsfeld und wir schauten uns allerhand schöne Plätze und altes Gemäuer an.

Den August war ich fast vollständig außer Gefecht gesetzt, weil ich mir den Ansatz der Achillessehne entzündet hatte und wochenlang den rechten Fuß nicht richtig nutzen konnte. Erst Ende August ging es wieder halbwegs mit dem Laufen. Ich besuchte ein Event im Lahn-Dill-Kreis und nutzte den Weg dorthin, um ein paar schöne Plätze und Geocaches aufzusuchen.

Vom 10. bis 12. September war ich mit Mika in der Lüneburger Heide, weil wir am 11.9. (Nein-ihlewen) erneut dem Ruf des Yeti folgten und den Wilseder Berg bestiegen.

Ich sammelte Mika am Freitag an der Schule auf, versorgte ihn im schottischen Restaurant und wollte den kürzesten Weg auf die A7 nehmen. Wegen einer Baustelle im letzten Kreisverkehr vor der Autobahn standen wir aber schon im Stau bevor wir die Piste überhaupt erreichten. Auf der Autobahn war viel Verkehr, am Harz vorbei ist die Baustelle immer noch nicht abgeschlossen und hinter Hannover ging es nur noch mit Tempo 30 bis Walsrode. Fallingbostel sind wir dann abgefahren und die letzten Kilometer bis Soltau (wo unsere Pension war) über die Landstraße gefahren.

Wir suchten noch eine Hand voll Caches in der Stadt und besorgten uns etwas zum Abendessen und gingen früh ins Bett, der Samstag sollte noch lang genug werden.

Wir starteten früh, direkt nach dem Frühstück, mit einer Cacherunde durch das Pietzmoor bei Schneverdingen und einigen Caches im Ort, ehe wir gegen Mittag Richtung Wilseder Berg aufbrachen.

Der Wilseder Berg ist die höchste Erhebung Norddeutschlands und mit seinen 9.169,2 m ü.M. ist seine Besteigung eine echte Hochgebirgserfahrung. Unsere Seilschaft traf sich wie immer auf dem Parkplatz Niederhaverbeck, wo auch der Yeti bereits zu uns stieß. Gemeinsam meisterten wir den Anstieg. So voll hatten wir es in der Heide noch nicht erlebt. Allerdings fanden die Wanderungen bisher auch immer außerhalb der Sommersaison statt. Schon auf dem Parkplatz waren so viele Autos, wie nie. Die Kutschen fuhren im Minutentakt Senioren von einer Seite der Heide auf die andere.

Der Aufstieg in lustiger Gesellschaft kommt einem von mal zu mal kürzer vor. Für die letzten Meter bis zum Gipfelplateu müssen dennoch die letzten Kraftreserven mobilisiert werden und so manchem Erstbesteiger bleibt an dieser Stelle schon mal der Sauerstoff weg. Oben angekommen hat man einen herrlichen Blick über die Heide, die im September gerade noch in der Blüte steht. Wir genossen die Aussicht, plauderten mit vielen Leuten, die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten und wunderten uns über die vielen „Gäste“, die zwar das Hobby mit uns teilen, aber sicherlich überhaupt nicht wussten, wer der Yeti oder Die schweigende Mehrheit überhaupt sind. Denn so viele Teilnehmer hatte das Bergevent bisher nie (jedenfalls nicht, wenn Mika und ich dabei waren).

Wir brachen zeitig wieder auf, weil ich Mika versprochen hatte, dass wir irgendwo vernünftig essen gehen würden. Es ist dann ein griechisches Lokal in Soltau geworden. Das Essen war lecker. Sonntag brachen wir wieder früh auf und waren gegen Mittag wieder zu Hause.

In diesen 5 Monaten habe ich insgesamt 270 Caches gefunden.


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